unterwegs mit jed - day 20 /                                               aroha Island - kapowairua (spirits bay)

ArohaIsland-Kapowairua 230 km
ArohaIsland-Kapowairua 230 km

 

 

Vor der reise hatten wir gesagt: "Aber wir machen nicht den kompletten weg süd bis nord."

Fast bis ganz in den süden sind wir dann doch gefahren [es fehlten nur 26 km bis Bluff, die vorgelagerten inseln lasse ich mal unberücksichtigt]. Schuld war das wetter ;)

Jetzt sitzen wir nur ca. 2 fahrstunden vom Cape Reinga entfernt beim frühstück. Klare entscheidung: Wir reservieren hier einen standplatz für morgen abend und machen uns auf den weg ganz nach norden. Nicht, um sagen zu können: "Wir haben es geschafft." Sondern um uns die gegend anzusehen. Zwei meere treffen aufeinander, das hat doch was?! Auf dem SH10 fahren wir z.t. an der Pazifikküste entlang. Einige kleine ortschaften gibt es hier, man könnte direkt von dichter besiedlung sprechen. Viele hübsche häuser hängen im berg und haben ausblick auf das meer.  Mit jedem kilometer wird die gegend im "Far North" [= weiter norden] flacher und hier sehen wir zum ersten mal so eine richtige lange weiße wolke, nach der NZ seinen Maorinamen hat. Auf dem letzten ende der strecke wird es wieder hügeliger und links von uns tauchen die dünen auf. Man könnte sich hier wakeboards leihen und mit denen die dünen runterschlittern wie im schnee. Man könnte auch eine tour am "90-mile-beach" machen, 88 km [55 meilen] am strand fahren, natürlich auf einer geführten tour, mit dem mietwagen ist es a) nicht erlaubt und b) werden wir einen teufel tun und uns womöglich noch festfahren. Stattdessen suchen wir uns lieber einen parkplatz am Cape Reinga. Boah, ist das voll hier. Zwei touristenbusse haben sich gerade entladen, überall laufen leute herum. Das ist uns ja schon wieder zuviel ;) Aber die hinweisschilder am weg zum leuchtturm [eher ein leuchttürmchen, so klein ist er] sind sehr schön gemacht und interessant noch dazu.

Trotzdem sehen wir zu, dass wir land gewinnen und machen uns auf den weg zum campingplatz. Wir entscheiden uns für einen DOC-platz, der über eine 16 km lange unasphaltierte strasse führt. Wir vermuten, dass der platz entsprechend leer sein wird, weil die meisten wohnmobilvermieter das befahren solcher strassen verbieten.  Da haben wir die rechnung allerdings ohne die Kiwis gemacht: Am wochenende vor ostern ist der platz sehr gut besucht, familien haben ihren "kompletten" hausstand dabei: Boote, anhänger, fahrräder, roller, zelte, wohnanhänger. Weil der platz aber ordentlich groß ist, verläuft sich die menge gut, wir stehen fast allein :)

Nach dem kaffee gehen wir runter zum strand. BÄM! Ist das toll hier! Weißer strand, türkisfarbene wellen, schroffe felsen, jede menge muscheln und schnecken [jaja, ich lasse alle liegen und mache nur fotos...], eine höhle, eine insel, warmes wasser. Witzigerweise machen einige pärchen das gleiche wie wir: Der kerl erklimmt/erobert die kleine insel und die mädels machen fotos vom strand... Nur einer badet, das ist wohl der heftigen strömung geschuldet. Überhaupt sehen wir im ganzen urlaub nur fünf leute beim baden und keinen einzigen surfer. Zu kalt? Zuviel strömung?

Nach zwei oder drei stunden haben wir zwar immer noch nicht genug von dem strand hier, gehen aber trotzdem wieder zu Jed, solange es noch hell und warm ist. Denn bei Dämmerung kommen hier massen von sandfliegen. Der sonnenuntergang ist auch aus dem wagen heraus schön anzusehen.

01.04.15/ aroha island - cape reinga

 

31.03.15/ Trounson Park - Aroha Island

 

02.04.15/ Spirits Bay - Aroha Island