küchenupdate und Parallele folgeFarbexperimente

 Anfang märz 2016 - Das wetter ließ unlängst zu wünschen übrig, es war zuviel zeit zum surfen da, prompt kam die idee auf, die küche etwas aufzufrischen. Sie ist etwas in die jahre gekommen, weiß und landhausstil war auch noch nie so richtig meins - da müsste man doch eigentlich irgendwie 'was mit farbe... ? ;)

Ein zufallstreffer im netz liefert die grundlage: Tafelfarben in bunt! YEAH! Nicht nur das olle schulgrün oder langweiliges schwarz. Ausserdem gibt es dort auch mangetfarbe zu kaufen. Klasse!

 

Das prinzip: Haftgrund in weiß, magnetfarbe drauf und darüber dann die tafelfarben. Weil die farben jetzt nicht soooo günstig sind und in mehreren lagen gestrichen werden müssen, reduziere ich die magnet-geschichte wohl auf wenige flächen. Ach, mal gucken, was sich so ergibt. Es wird auf jeden fall (noch) bunter.

 

Während der arbeiten merke ich, dass die farben wohl doch viel reichlicher sind als von mir bemessen und ich mache ein paar folgeexperimente. Zur etwas besseren übersicht hier eine kleine auflistung der experimente:

 

 

Hier erstmal das 

küchenupdate

 

 

09.03.16 - Vorher.

 

 

12.03.16 - Mittenmang.

Die erste lage haftgrund ist drauf, die zweite folgt in ein paar stunden. Und dann ist erstmal pause, die bestellte farbe ist noch nicht da :( Egal, eigentlich ist es sowieso noch zu kalt zum malen, draussen sind's 3°C, da macht man das fenster zum lüften nicht ganz so weit auf.

19.03.16 - Weiter geht's.

Die bestellte farbe ist da - und oh schreck - ich muss die eisen/magnetfarbe vier mal auftragen und jeweils vier (!) stunden trocknen lassen...! UND die farbe innerhalb von zwölf stunden aufbrauchen. Autsch, das heisst früh aufstehen, damit ich am samstagabend mit der magnetfarbe fertig bin. Die wird erst einmal mit rühraufsatz und bohrmaschine angemischt, das eisenpulver kommt in die weiße farbe und wird verrührt. Hätte ich gewusst, was für tolle muster da entstehen, hätte ich eine kamera dabei gehabt.

Mit einer verloursrolle 4mm florhöhe soll die eisenfarbe aufgetragen werden. Hilfreich ist es, wenn die rolle auch wirklich rollt und nicht alle naslang hängenbleibt... Beim zweiten anstrich wechsle ich die rolle bzw. den halter und siehe da - funktioniert. Ich bin gespannt, wie das nachher aussieht. Im moment habe keine blasse vorstellung.

Allerdings merke ich recht früh, dass ich anscheinend unheimlich sparsam mit der farbe umgehe. Wenn ich so weiterstreiche, habe ich am ende noch den halben eimer übrig :(

Wo soll ich damit hin, innerhalb von zwölf stunden? Wird wohl in einem versuch enden: Morgen die restliche farbe woanders an die wand bringen, rund um den arbeitsplatz mit rauhfasertapete zum beispiel, hier können magnete nie schaden. Makuckn.

MERKE 1: Eisenfarbe sehr satt streichen, bloss nicht sparsam sein!

 

MERKE 2: Alle gegenstände inkl. der abtropfschale nach jedem arbeitsgang säubern! Sonst rostet das eisenpulver und beim nächsten arbeitsgang wird aus hellgrau rostrot. [Da hab' ich aber einen ganz schönen schrecken bekommen ;)]

 

Weil das eisenpulver ein bisschen klumpt, empfiehlt der hersteller, die frische farbe mit einer glättkelle glatt zu streichen. Ich gehe mal davon aus, dass eisenspäne und metallkelle sich nicht zwingend vertragen, also greife ich zur kunststoffkelle. Das ergebnis haut mich jetzt nicht so vom hocker, vielleicht mache ich da auch 'was falsch. Mal sehen, wie's ganz zum schluss mit der tafelfarbe drauf aussieht. Also frühestens morgen nachmittag.

20.03.16 - Hübsche muster.

Der hersteller sagt, man solle die farbe innerhalb von zwölf stunden aufbrauchen, ich habe keinen blassen schimmer, wieso. Also beginne ich den sonntag morgen mit farbe rühren und produziere so viele hübsche kurzlebige muster. Sie erinnern mich ein bisschen an die farnmuster auf cappuccino :)

Ein fall von zu doll gerührt oder zu spät verarbeitet?

Die farbe pupst.


Lt. hersteller bildet die eisenfarbe hubbel, was man mit einer glättkelle ausgleichen können soll. Das sieht dann [bei mir] so aus.

Und ich zweifle immer mehr daran, dass die küche nachher so aussieht, wie ich es mir vorgestellt hatte... :/

Die farben sehen in natura auch anders aus, als auf der webseite.

Viel dunkler, satter... hmpf.


 

Ich mein', das sieht doch k*@!% aus, oder was?

Ausserdem deckt die tafelfarbe nicht ordentlich. Schon gar nicht auf dem haftgrund. [Beim zweiten anstrich ist das deutlich besser.]

Ich hol' mir heute einen pott weiße farbe...

Das ist inzwischen übrigens der 5. anstrich mit eisenfarbe. Neodymmagnete halten, einer so gar so gut, dass ich ihn als türgriff nehmen könnte [was wunder, der ist für 22 kg haltekraft ausgelegt]. Alle magnete, die schon an normalen magnettafeln nicht so gut halten, braucht man hier gar nicht zu versuchen.

Sie halten höchstens so lange, wie kein papier zwischen tür und magnet ist.

 

So sieht der erste anstrich tafelfarbe auf dem spezialhaftgrund aus, aufgetragen mit einem pinsel für aquafarben.

 

So sieht es nach dem zweiten anstrich mit veloursrolle aus.

[Die farbe täuscht, muss am komischen licht liegen.]


 

Fünf anstriche eisenfarbe (grau), darauf je ein anstrich tafelfarbe.

MERKE 3: Helle tafelfarbe deckt nicht auf dunklem untergrund.

 

MERKE 4: Sauber arbeiten! Erspart spätere mehrarbeit durch schleifen, glätten etc.   Die dicken nasen sind von der eisenfarbe, die sich ab dem dritten auftrag ein bisschen wie spachtelmasse benimmt. Naja, ist halt pulver in der farbe. So oder so erfordert das einen neuanstrich.

 

SO (grau) sieht die eisenfarbe ohne weitere behandlung wie glätten o.ä. aus, dreimal mit der rolle aufgetragen.

Sieht gleichmässiger aus, würde sich aber schlecht drauf schreiben lassen.


 

21.03.16

Weißlack gekauft, das muss anders... In der schneiderei heisst das dann: "Meister, ich bin fertig, darf ich trennen?"


28.03.16 - nu' aber :)

Besser wird's nicht, bin halt kein gelernter maler. Habe mit feinen pinseln zum teil fast über kopf und liegend versucht, die farben ordentlich abzugrenzen, nach dem vierten versuch habe ich jetzt keine lust mehr. Das muss so reichen,  kommt ja eh' wieder 'was rüber (magnete und zettel und postkarten und so). Erkennt noch jemand den "marabu-linolschnitt-kratzer" wieder? Manchmal ist es dann doch ganz gut, wenn man nicht alles wegwirft.

01.04.16

Nach 72 stunden sollte die farbe ausgehärtet sein, man soll zum versiegeln die fläche einmal mit kreide einreiben und die wieder mit einem schwamm säubern.

ich lasse sogar zwei tage mehr zeit zum aushärten, trotzdem habe ich nach dem verreiben der kreide und nach dem trockenwischen farbreste im tuch. Schade, dann ist die farbe wohl nicht ewig haltbar.


..... uuuuuund fertig! 

Vorher.

Nachher.


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Kommentare: 3
  • #1

    Anika (Dienstag, 15 März 2016 20:04)

    Schön ist ja der Obstkorb in Vordergrund. Zack, hat der geneigte Betrachter gleich den Eindruck "Da ernährt man sich gesund". Ach nee, heißt ja heute nicht mehr gesund. Heißt ja jetzt "bewusst" und alle wissen gleich: da ist kein Schweinefleisch gemeint. Und kein Zucker. Und kein Weißmehl. Und keine Kohlenhydrate. Und keine Butter. Wofür dann eigentlich eine Küche? Weil die Kaffeemaschine im Bad scheiße aussieht.

  • #2

    @Anika (Mittwoch, 16 März 2016 08:26)

    Nich' wahr?
    Und die Kaffeemaschine nimmt ja auch Platz weg im Bad.
    See ya!

  • #3

    Manfred und Liane (Dienstag, 05 April 2016 11:50)

    Alle Achtung - einfach super