chilischoten

haargummifilzdingsteile
filzbänder für haargummi

 

eine kleine bastelanleitung für haargummifilzdingsteile.

meine haarbänder werden nicht jünger, es muss 'was neues her. leichter gesagt als getan - das, was ich haben will, gibt es nicht und ausserdem kann es ja wohl nicht so schwer sein, die selber zu machen, schliesslich gibt's doch alle möglichen anleitungen im netz?!? nun ja, sooo viele anleitungen gibt es dann doch nicht und irgendwie ist das ja auch wie mit dem lieblingsessen von mutti gekocht: Du kannst die gleichen zutaten und mengen haben und trotzdem schmeckt es anders.

 

 

 

versuch 1:

im winter startet der erste versuch in der küche auf der hölzernen arbeitsfläche mit nudelholz, seife und noppenfolie. besonders die noppenfolie soll DER bringer sein. "soviel wolle aus dem strang entfernen, wie man für ein band benötigt." ja, was weiß denn ich, wieviel das ist? daumendick? gepresst oder locker? ich entscheide mich für ungefähr kleinerfingerdick in gedrückter variante. die wolle wird dann nass gemacht (warmes wasser/seifenlauge), mit seife nochmal eingeschmiert und dann in der noppenfolie gerollt und gepresst. mmmjjooo, der ansatz scheint richtig zu sein. ist aber eine riesensauerei mit der folie.


und sooo prickelnd finde ich das ergebnis nach dem trocknen auch nicht.

die bänder sind zu dick und zu weich. na was soll's, für'n winter geht's.

versuch 2:

die winterfarben gehen mir auf den senkel und die bänder sind zu weich - nächster versuch mit neuen farben. das wetter schreit nach draussen-arbeit, also wird der esstisch zum werktisch. dieses mal verzichte ich auf die noppenfolie, die - so denke ich jedenfalls - nichts genützt hat. in den rillen zwischen den tischlatten lassen sich die rohlinge bestens zusammenwurschteln: reinlegen, nass machen (seifenlauge, kalt), ein bisschen andrücken, rausnehmen und mit dem nudelholz rüber. ausspülen, zum auswringen fest um den finger drehen - das scheint besser zu funktionieren.

nachteil dieser methoden: ich bekomme langsam schwimmhäute, die finger schrumpeln. da nützt auch die dolle naturseife nix.

 

versuch 3:

ich bin immer noch nicht zufrieden mit den ergebnissen, die bänder sind einfach zu weich-wabbelig. mein (gekauftes) original ist viel fester, sowas will ich haben. also nochmal ran, dieses mal ganz anders. statt handseife nehme ich verdünnte "schwarze seife" (olivenölseife, flüssig) aus der sprühflasche. statt noppenfolie oder nudelholz kommt ein stück antirutschmatte mit löchern zum einsatz. und der tisch ist aus stein.

zuerst übe ich an den vermurksten dingern aus den vorigen versuchen: auf die matte legen, einsprühen, mit dem handballen und druck rollen (vor und zurück), in die matte legen, noch ein paar mal rollen, das war's. das ergebnis kommt dem wunsch deutlich nah.

dann kommt die 'frische' wolle an die reihe: ein bisschen hin und her zupfen, bis die gewünschte länge da ist, im trockenzustand vorsichtig 'anrollen', dann seife drauf und nach und nach fester drücken beim rollen. spätestens in der matte mit beiden handballen kräftig rollen, bis der wunschzustand erreicht ist. ab auf die leine und hoffen, dass die bänder nach dem trocknen auch noch so aussehen.

 

 schliesslich habe ich wieder ein paar bänder beisammen, die dann nur noch auf ein haargummi geknotet und bei bedarf gekürzt werden (schere!). man könnte auch noch perlen o.ä. mit einknoten - muss man aber nicht, die knoten sind auch so stabil genug.

 



so, und jetzt sitz' ich hier mit einem pinkfarbenen haarband... will jemand den 'tussi-terror' haben? das binde ich mir doch im leben nicht in die haare!

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Kommentare: 2
  • #1

    Liane (Donnerstag, 30 Juli 2015 12:28)

    PS: Hast du den "Werktisch" etwa auch sooooooo schön bemalt?

  • #2

    tine (Donnerstag, 30 Juli 2015 13:29)

    @Liane: nö, der tisch ist mit einer ganz schnöden "wachstischdecke" bedeckt :)