23.11.13 - DM: depeche mode in concert

schwager sei dank haben wir tatsächlich karten für das DEPECHE MODE konzert in Hannover ergattert. perfektes timing: die show findet an einem samstag statt, da müssen wir also am folgetag keinen urlaub nehmen :) wir kommen rechtzeitig in der landeshauptstadt an, checken schnell im hotel ein (keinen bock, nachts noch wieder nach hause zu gurken) und machen uns zu fuss zum messegelände... 

... DEN weg hätten wir wohl auch noch ohne navi gefunden, ca. 900 m immer geradeaus und/oder den menschenmassen folgen. die meisten besucher sind schon in der halle, der rest steht in 'ich-muss-noch-eben-schnell-mein-bier-leer-trinken-grüppchen' vor der halle. rein ins getümmel, getränk geholt und festgestellt: o-oooo, wir sind völlig falsch angezogen, wir haben bunte farbtupfer auf den schwarzen t-shirts ;)

mittendrin im schnacken und gucken stelle ich fest, dass die vorband offensichtlich schon angefangen hat (ich vermisse bei solchen konzerten echt das theaterklingeln...). nu' aber los. Nadine Shah singt gegen die ewartungsfrohen massen an, irgendwie tut sie mir fast leid, weil so wenig leute zuhören. andererseits ist das wahrscheinlich DIE chance, vor mehr als clubgröße zu spielen. wer ist Nadine Shah? stimme richtung Hannah Reid (London Grammar), musik grobe richtung ... tja, weiß ich jetzt auch nicht, ein bisschen Depeche Mode steckt da auch mit drin. also perfekt als einstimmung. (laut.de bezeichnet ihre musikrichtung übrigens als 'neo-pop'.) kurz vor schluss hat sie die zuschauer fast alle im griff (lag's an dem hinweis, dass DM nicht mehr lange auf sich warten lassen?), macht nochmal richtig tempo und dann ist pause. in dieser zeit gibt's dancetrancedings vom band, guter pausenfüller. und pünktlich um 9 kommen DM auf die bühne. die menge tobt, das habe ich noch nicht erlebt. ich bin nicht sicher, ob es an der band liegt oder an den zuschauern; es scheint so, als sei Hannover dann doch etwas weiter südlich als Kiel oder Hamburg und damit vielleicht nicht ganz so dröge-norddeutsch.

eigentlich stellen DM ihr neues album Delta Machine vor, aber davon spielen sie nur drei stücke. ist das klasse, die hauen alte sachen raus und neue und fast alte und fast neue... von "just can't get enough" über "question of time" und "personal jesus" bis zu "welcome to my world". ich bin kein DM-nerd und nicht ganz sicher, aber zwischendurch habe ich den eindruck, dass stücke komplett anders dargeboten werden, der text kommt mir bekannt vor, aber die melodie so gar nicht...?! drei mal sind Martin Gore und ein Keyboarder alleine dran - "Shake the Disease" wird zum langsamen gänsehautsolo. und was Dave Gahan nicht immer schafft (dass das publikum begreift, was es wann wie mitsingen 'soll') ist hier potteneinfach. überhaupt nutzt das publikum fast jeden fingerzeig der band, um in chorgesänge oder andere begeisterungsstürme zu verfallen, da muss Dave nicht mal die weste ausziehen oder mit dem hintern wackeln, ein erhobener finger reicht schon. [hat mich ein bisschen an Edgar Torronteras erinnert, der war aber NOCH besser ;)]

nach 20 stücken und zwei stunden ohne pause ist das konzert leider schon viel zu früh vorbei, das publikum ist gerade RICHTIG drauf, die band hätte noch stücke bis in den frühen morgen zur verfügung... aber was soll's, man soll ja aufhören, wenn's am schönsten ist.

natürlich gab es wieder einige, die 'was zu meckern hatten, willkommen in deutschland....

mir egal, ich hab' ein geiles konzert gesehen, habe jede menge respekt vor den 'alten säcken', die uns pfeifen fitnessmässig deutlich voraus sind und weiß endlich, warum immer geschrieben wird, Dave Gahan benehme sich wie ein derwisch auf der bühne. ich hab's live gesehen!

 

 

aus rechtlichen gründen gibt es von uns keine fotos oder filmchen, da dürfen andere verantwortlich für zeichnen, z.B.

http://www.depechemode.de/depeche-mode-tui-arena-hannover-30212/

http://www.depechemode.de/tour/fanreports/23-11-2013-hannover/great-evening-hannover/

http://www.laut.de/Nadine-Shah

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